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Bildfindungsprozess Collage
Reihenfolge und Ablauf:
Es begann mit dem schwarzen Viertelkreis oben links und der anderen schwarzen Figur im mittleren Hintergrund. Dann kamen die Ballons (teilweise über den schwarzen Viertelkreis geklebt, falls diese nicht mehr so gut zu erkennen sind) und der Teddy mit dem restlichen mittleren Vordergrund dazu.
Weiter ging es mit den Gesichtern im unteren Teil. Der rechte obere Teil wurde grösstenteils mit Pflanzen und Nahrungsmitteln ausgefüllt.
Ganz zum Schluss kam das Huhn mit den Eiern unten links dazu und noch einige weitere Details zur Ausfeilung des Ganzen.
Eigene Gedanken, Beschreibung und Erläuterung:
Während diesem Prozess wechselten sich unbewusste und bewusste Entscheidungen ab. Eine ergab die nächste. Für mich selbst ist die Collage zum Schluss mindestens so aussagend geworden wie ein geplantes und bis ins Detail durchdachte Werk.
Ich sehe meine Collage als einen Kreislauf, der beim Nichts beginnt (schwarzer Viertelkreis). Die Geburt folgt (Ballons und Teddy), hinein in eine unperfekte, chaotische und in Scherben daliegende Welt (Bsp. CD-Stücke). Allerdings gibt es auch Wattestücke, als Gegensatz zu den Scherben, und das in zwei geteilte Wort "perfekte". Ob dieses Unperfekte das eigentlich Perfekte ist?
Was soll man überhaupt auf dieser Welt, wer ist man, wie hat alles angefangen?
Mit solchen Fragen kamen dann die Menschen dazu, von denen aber die meisten keinen Blick in ihre Seele zulassen, die Augen sind nur bei der Frau ganz links zu sehen. Die Holzfigur dazwischen ist als eine Art Taubheitsgefühl zu deuten.
Dazu kommen die Wörter und Satzfragmente mit enthaltenen Aufforderungen an sich selbst.
Es sollte allerdings nicht nur ein Bild voll fragender Zweifel sein, also klettert ein Affe oben rechts ins Bild hinein. Blumen und Essbares sind in diesem Teil der Collage. Der Schmetterling drückt Freiheit aus.
Ein Teil voll Leben, mit der Natur und als Teil davon.
Das Huhn und die Eier schliessen den Kreislauf wieder.
Wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
Wie entstand die Welt, unser Sonnensystem, das Universum und wir Menschen?
(Mischung aus dem männlichen und weiblichen Symbolen oben links, als grosse Frage die uns das "Nichts" stellt)
Irgendwo muss doch alles angefangen haben. Aus dem Nichts?
Ist alles nichts?
Aber wie schon Sokrates sagte: "Ich weiss, dass ich nichts weiss."
Und so ist der Mensch auch nur ein Teil der Natur, der noch viel mehr entdecken kann. Zum Beispiel was sich alles aus so einer Collage entnehmen lässt.
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